Der Erzgebirge Schwibbogen
Das Erzgebirge ist die Quelle vieler Dekorationsgegenstände, die man unweigerlich mit Weihnachten verbindet. Auch der Schwibbogen hat hier seine Wurzeln. Anfangs dienten diese Metallgestelle der Verkörperung der Sehnsucht nach Licht. Sie waren recht einfach gestaltet und beinhalteten hauptsächlich Sonne, Mond und Sterne als gestalterische Elemente. Die Sehnsucht nach Tageslicht wurde dabei durch die aufsteckbaren Kerzen gezeigt. Der erste Schwibbogen stammt bereits aus dem Jahr 1740 und war aus Metall gefertigt.
Dieses Material dominierte bis hinein ins frühe zwanzigste Jahrhundert.
Mit der Zeit, genauer als die Bergleute ihre Arbeit verloren und auf die Suche nach neuen Einnahmequellen gingen, gewann das Holz als Rohstoff für die Schwibbogen mehr und mehr an Bedeutung. Die Bergleute schufen mit dem Schwibbogen einen weiteren Bestandteil der erzgebirgischen Volkskunst. Die Schwibbogen wurden geschnitzt und gedrechselt und dabei zusehends ausgefeilt. So wurde das Leben der ehemaligen Bergleute mehr und mehr zum gestalterischen Mittelpunkt. Dies führte dazu, dass die Schwibbogen mit der Zeit wahre Geschichten erzählten.
Man sah die Frauen beim Klöppeln oder auch die Bergleute auf dem Weg zu ihrer Arbeit. Auf diese Weise kann man sich noch heute an das Leben der Bergleute erinnern und indirekt Einblick in ihr Leben nehmen. Die Fertigung der Schwibbogen erfolgt auch heute noch in Handarbeit und ist voller Liebe und Geschick. Kein Wunder, dass die Arbeit an einem solchen Prachtstück eine ganze Menge künstlerisches Können voraussetzt und die Erzgebirge Holzkunst in seiner Gänze hervorhebt. Die Schwibbogen sind in unterschiedlichen Größen und damit auch zu unterschiedlichen Preisen erhältlich. Je nachdem, was das eigene Herz höher schlagen lässt, erfordert ein solches Stück also einen mehr oder weniger tiefen Griff ins Portemonnaie
