Sony Playstation 3 – die teure Highend-Spielekonsole
Eine coole Geschenkidee für Kinder und Jugendliche:
Mit der Playstation 3 hat Sony im Jahr 2005 nicht nur eine neuartige Spielekonsole vorgestellt. Die Konsole schickte sich außerdem an, das Wohnzimmer zum Erlebnispark umzufunktionieren und dabei alle anderen Geräte des Home Entertainment weitestgehend zu ersetzen. Sony war sogar bestrebt, die PS3 zum vollwertigen PC-Ersatz zu machen. Trotzdem verlaufen die Verkäufe seit dem Marktstart in den Jahren 2006 (Japan und Nordamerika) und 2007 (Europa) für Sony enttäuschend, was vor allem am hohen Verkaufspreis und an der starken Konkurrenz durch die Nintendo Wii und Microsofts Xbox 360 liegt.
Neben verbesserter Grafik im Vergleich zum Verkaufsschlager Playstation 2 hat die Playstation 3 (kurz: PS3) weitere Bereiche des digitalen Wohnzimmers integriert. Sie kann Audio-CDs, DVDs und Blu-ray-Discs abspielen, lässt sich also auch als Wiedergabe-Gerät für das Heimkino verwenden.
Durch eine eingebaute Festplatte kann man die PS3 auch als Videorekorder verwenden oder über WLAN oder Ethernet-Kabel mit einem Medienserver verbinden. Mit dem Internet natürlich auch. Die eingebaute Festplatte lässt sich außerdem mit externen Speicherkarten erweitern.
Controller reagieren auf Ereignisse im Spiel
Die Internetverbindung ermöglicht einen Mehrspieler-Modus mit anderen Playstation-Spielern, die über das Internet verbunden sind. Technisch gesehen konnte Sony damit laufend neue Updates einstellen und bestehende Spiel- und Internetfunktionen ständig erweitern. In aktuellen Versionen verfügt der Online-Dienst „Playstation-Network“ über einen Textchat, einen Nachrichtenticker und einen eigenen Internetbrowser. Über den integrierten Playstation-Store lassen sich außerdem Spiele herunterladen.
Die erste Version der PS3, die im November 2006 veröffentlicht wurde, hatte einen Festplattenspeicher von 20 Gigabyte. Mittlerweile wird nur noch ein Modell mit 80 Gigabyte, WLAN und zwei USB-Anschlüssen verkauft.
Für die PS3 stellte Sony erstmals sogenannte SIXAXIS-Controller mit Dual Shock vor. Die Steuergeräte sind den früheren Controllern der PS2 optisch nachempfunden. Sie sind jedoch über Bluetooth kabellos mit dem Gerät verbunden und reagieren auf Ereignisse aus dem Spiel mit einem Ruckeln, das der Spieler wahrnimmt. Ein eingebauter Akku in den Controllern liefert Energie für gut 30 Stunden Spielzeit und lässt sich via USB an der PS3 wieder aufladen.
Für Spiele wie die Quizshow „Buzz“, das Karaoke-Spiel „SingStar“ oder das Musikspiel „Guitar Hero“ können zusätzliche Steuergeräte an die Konsole angeschlossen werden.
Sehr hoher Verkaufspreis aber eine colle Geschenkidee für Kinder und Jugendliche
Zu Ärger führte, dass die meisten der vielen unterschiedlichen PS3-Versionen nicht abwärtskompatibel sind, sich Spiele also nicht darauf abspielen lassen, die man sich für die PS2 oder PS1 gekauft hat. Sony verkaufte die PS2 in Europa anfangs für einen sehr hohen Preis von knapp 400 Euro (mit 40 GByte Festplatte) und knapp 600 Euro (mit 60 GByte). Schleppende Verkaufszahlen führten dazu, dass der Preis der Konsole deutlich fiel, drei Jahre nach dem Marktstart in der 80-GByte-Version aber immer noch kaum unter 400 Euro kostet. Die deutlich preiswerteren Nintendo Wii (um 250 Euro) und Microsoft Xbox (unter 200 Euro) verkaufen sich erheblich besser. Und selbst von der alten Playstation 2 verkaufte Sony im Jahr 2008 nur unwesentlich weniger als von der PS3.
Interessanterweise verliert Sony in der Werbebeschreibung wenig über die bessere High-Definition-Grafik der PS3, sondern konzentriert sich auf die Beschreibung der zahlreichen Zusatzfunktionen. Gamer sind mit den Entertainment-Funktionen und der besseren Grafik in der Regel sehr zufrieden. ( Text: J.V. / Bild: © GaToR-GFX )
